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Historische Entwicklung

Man erkannte schon vor mehr als hundert Jahren den wachstumshemmenden Einfluß von energiereichen Strahlen auf Tumoren.

 

Mit der Entdeckung der Röntgenstrahlen durch C.W.Röntgen (1895) und der Radioaktivität durch Becquerel (1896) und der erstmaligen Anwendung beim Patienten durch Leopold Freund (1896) in Wien wurde die Basis für die Strahlentherapie geschaffen.

Diese Entdeckung führte im Jahre 1904 dazu, dass Freund, Kienböck und Holzknecht das Fach Radiologie an der Universität Wien etablierten. Die Strahlentherapie ist als eigenständige Disziplin (Radio-Onkologie) ein relativ junges Fach. Erst seit Ende der 80er-Jahre gibt es den Facharzt für Strahlentherapie. In den letzten Jahrzehnten wurde die Strahlentherapie Gegenstand von intensiven Forschungen von Ärzten, Biologen und Physikern und erfuhr eine rasante Weiterentwicklung.

Die folgenden drei Meilensteine prägten die Entwicklung der Strahlentherapie nachhaltig:

  1. In den 50-er Jahren die Verfügbarkeit von Telekobaltgeräten und die medizinisch genutzten Linearbeschleunigern.
  2. In den 70-er Jahren die Nutzung bildgebender Verfahren für die Lokalisation und Planung der Tumoren.
  3. In den 90-er Jahren die technische Möglichkeit, die Dosis dem Tumor individuell anzupassen.