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Bestrahlungsgeräte und Strahlenarten

 

Teletherapie
Unter Teletherapie versteht man eine strahlentherapeutische Behandlung, bei der sich die Strahlenquelle in einem gewissen Abstand außerhalb des Patienten befindet. In allen Bestrahlungsgeräten, die in der Teletherapie Anwendung finden (Telekobaltbestrahlungsgeräte, Linearbeschleuniger) muß die im Gerät erzeugte Strahlung an das gewünschte Bestrahlungsfeld angepaßt ("kollimiert") werden.

Brachytherapie

  Unter Brachytherapie versteht man die Anwendung umschlossener radioaktiver Stoffe in unmittelbarer Nähe zum Tumor. Charakteristisch für die Brachytherapie ist die Anwendung hoher Dosen in Tumornähe oder im Tumor unter weitgehender Schonung des umliegenden gesunden Gewebes. Bei dem heute üblichen Nachladeverfahren (Afterloading) wird die Quelle ferngesteuert aus einem Tresor in die gewünschte Position im Tumor gebracht.

Therapieplanung und Therapiesimulator
Ein Therapiesimulator ist technisch gesehen ein Röntgen-Durchleuchtungsgerät, das nahezu alle Einstell- und Bewegungsmöglichkeiten eines Bestrahlungsgerätes in identischer Geometrie aufweist. Mit Hilfe dieses Simulators werden die Bestrahlungsfelder auf der Haut des Patienten eingezeichnet.

Rechnergestützte Bestrahlungsplanung
In der modernen Brachy- und Teletherapie wird sowohl die Dosisverteilung im Patienten als auch die Bestrahlungszeit mit Hilfe geeigneter Software und leistungsfähiger Computer berechnet. Als Basisdaten für diese Bestrahlungsplanung dienen einerseits anatomische Informationen, die durch bildgebende Systeme gewonnen werden (Computertomographie, Magnetresonanztomographie), andererseits die physikalischen Basisdaten der jeweiligen Strahlenart.

Qualitätssicherung und Strahlenschutz
Die für die Durchführung einer Strahlentherapie notwendigen technischen Geräte bzw Hilfsmittel unterliegen strengen periodischen Kontrollen nach entsprechenden nationalen und internationalen Vorschriften (z.B. DIN, ÖNORM, EU-Richtlinien). Die Strahlentherapie kann als sichere Behandlungsmethode betrachtet werden, die bei richtiger Anwendung heute keine Gefahr für Patienten oder Personal darstellt.