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  • Qualitätssicherung macht Strahlentherapie sicher
    Die Europäische Kommission zählt die Qualitätssicherung in der Onkologie und natürlich auch in der Strahlentherapie zu den entscheidenden Maßnahmen zur Verbesserung von Therapieergebnissen.

    Dementsprechend hat die Qualitätssicherung in der Strahlentherapie immer die bestmögliche Therapie für den Patienten zum Ziel, so Prof. Richard Pötter und Prof. Dietmar Georg (Klinik für Strahlentherapie am AKH Wien) in einem aktuellen wissenschaftlichen Aufsatz. Die beiden Spezialisten legen dar, dass die Qualitätssicherung in der Strahlentherapie nur durch die systemische Kontrolle sämtlicher therapierelevanter Parameter/Schritte erfolgen kann. Das heißt, von der Indikationsstellung, über die medizinische sowie physikalisch–technische Planung, die Durchführung, bis zur Überprüfung des Erfolges der Therapie und zur Nachsorge gibt es eine begleitende Qualitätskontrolle.

    Qualitätssicherung ist Teamwork.

    Qualitätssicherung hat innerhalb der einzelnen Disziplinen und Therapieabschnitte, als auch interdisziplinär zu erfolgen. Sie geschieht immer auf verschiedenen Ebenen und hinsichtlich verschiedener Aspekte. Qualitätssicherung erfolgt immer sowohl in Zusammenarbeit der verschiedenen onkologischen Fachdisziplinen, - so die Autoren - als auch in der Zusammenarbeit von Radioonkologen, Medizinphysiker und radiologisch-technischen Assistentinnen. Die für die Durchführung einer Strahlentherapie notwendigen technischen Geräte und Hilfsmittel unterliegen seit Jahrzehnten ebenfalls periodischen und strengen technischen Kontrollen. Auch in den Kontroll- und Überwachungssystemen werden die Aspekte der Qualitässicherung im Strahlenschutz auf den verschiedensten Ebenen berücksichtigt und machen die Strahlentherapie zu einer absolut sicheren Behandlungsmethode.
    (Quelle: R. Pötter und D. Georg : "Qualitätssicherung in der Onkologie" Krebs:Hilfe!
    Heft Nr. 4, 2004)

   
 
  • Kürzere Strahlentherapie genauso effizient wie Standardbehandlung
    Kann man in Zukunft älteren Patienten mit einem Glioblastom (bösartiger Hirntumor) eine lange Strahlentherapiebehandlungszeit ersparen?

    Eine kanadische Studie hat festgestellt, dass es fast keine Unterschiede in der Überlebensrate bei den Patienten gibt, ungeachtet, ob sie eine standardisierte Strahlentherapie erhielten oder eine verkürzte. 100 Patienten, über 60 Jahre und älter, wurden nach einem operativen Eingriff und nach dem Zufallsprinzip entweder im Rahmen einer Standardbehandlung bestrahlt (60 Gy in 30 Verabreichungen über 6 Wochen) oder einer kürzeren Behandlung (40 Gy in 15 Verabreichungen über 3 Wochen) unterzogen.

    Kürzere Strahlentherapie bringt mehr Lebensqualität, auch für schwerkranke Patienten

    Die Strahlentherapie konnte die Patienten der Studie nicht heilen. Alle verstarben innerhalb des Zeitrahmens dieser klinischen Studie. Allerdings konnten die verkürzten Strahlenbehandlungen die Qualität der verbleibenden Lebenszeit der Patienten wesentlich steigern, so die Forscher. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass durch die drastisch kürzeren Behandlungszeiträume diese Therapie wesentlich schonender für die älteren Patienten ist. „Diese Form der verkürzten Strahlentherapie stellt bei älteren Patienten ab dem 65. Lebensjahr mit Glioblastom durchaus eine Behandlungsalternative dar“, so die Schlussfolgerung der kanadischen Forscher.
    (Quelle: W. Roa, P.M.A. Brasher, G. Bauman, M. Anthes, E. Bruera, A. Chan, B. Fisher, D. Fulton, S. Gulavita, C. Hao, S. Husain, A. Murtha, K. Petruk, D. Stewart, P. Tai, R. Urtasun, J.G. Cairncross, P. Forsyth: „Abbreviated Course of Radiation Therapy on Older Patients With Glioblastoma Multiforme: A Prospective Randomized Clinical Trial, in Journal of Clinical Oncology, Vol 22, Nr. 9, 2004, pp.1583-1588)

   
 
  • Dürftige Informationen im Internet über spezielle Strahlentherapie
    Forscher der Universität Chicago beklagen die Qualitätsmängel in der Information, die von Patienten orientierten Internet-Portalen bezüglich der Methode der Intensitätsmodulierten Radiotherapie (IMRT) geboten wird.

    Die Forscher haben 77 Web-Sites über IMRT mittels Suchmaschinen identifiziert und dann bezüglich des Inhalt, der Verständlichkeit, der Korrektheit und der Ausgewogenheit bewertet. Die Seiten würden zwar die grundlegende Funktionsweise dieser Art von Strahlentherapie erklären, mehr als ein Drittel der Seiten enthielten aber irreführende Informationen. 16 Prozent der Web-Seiten würden sogar missverständliche bzw. falsche Aussagen treffen, haben die Forscher erhoben. Die Intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) stellt ein besonders hochentwickeltes Verfahren in der Strahlentherapie dar. Hier wird die Intensität der Strahlung zur besseren Schonung von Normalgewebe variiert.

    Vorurteile gegen hochentwickeltes Strahlentherapieverfahren

    Die Forscher meinen, dass Strahlentherapeuten sich bewusst sein sollten, dass viele ihrer Patienten mit vorgefassten oder falschen Ansichten aus dem Internet über die Technologie der Intensitätsmodulierten Strahlentherapie zu ihnen kommen werden. Außerdem sollten die Ärzte damit rechnen, dass sie diese Patienten aufklären und deren Vorurteile zurechtrücken müssen.
    (Quelle: Reuters News: Radiation Therapy Info on Internet Deemed Poor, August 6, 2004)